Ablasskordeln

Verabschieden mit Pietät

Die Ablasskordeln sind der Teil der Urne, mit dem diese in die Erde abgelassen wird. In der Regel schenkt man dieser Eigenschaft und Technik, verständlicherweise, wenig Aufmerksamkeit. Bei näherer Betrachtung haben die Ablasskordeln aber eine sehr wichtige Funktion, die darüber entscheidet, wie pietätvoll eine Urne abgelassen werden kann.


Grundsätzlich gibt es bei Urnen 3 gängige Varianten:

  • Die Erste mit innenliegenden Kordeln (meist teilsyntetisch) die seitlich ausgezogen werden können und an ihrem Ende an nach außen hängenden Ringen oder Knöpfen befestigt sind. Beim Ablassen werden diese Ringe/Knöpfe seitlich, erst nach außen und dann nach oben ausgezogen und bildet die eleganteste Möglichkeit der 3 gängigen Varianten eine Urne abzulassen. (Abb.1)


  • Eine Zweite, bei der ein etwa 2 Meter langes Seil offen an der Urne hängt. Meist ist dieses seitlich am Urnenkörper befestigt und ähnelt  einem Henkel oder Tragegurt. (Abb.2)


  • Die dritte Variante hat keinerlei an der Urne befindliche Vorrichtung, um diese abzulassen. Sie wird in ein etwa 100 bis 150cm langen Netzschlauch, ähnlich einem Kartoffelnetz, gesteckt und darin abgelassen. (Abb..3)



Ablasskordeln | Holzurnen | Markus HauerAbb.1

 

Ablasskordeln | Holzurnen | Markus HauerAbb.2

 

Ablasskordeln | Holzurnen | Markus HauerAbb.3

 


Für meine Holzurnen habe ich ein eigenes System entwickelt* was in Rückmeldungen mit Bestatter immer wieder etwas optimiert wurde.

Das Hauptaugenmerk lag dabei auf 4 Punkte.

  • 100% Naturmaterialien
  • Das die Urne vollends mit Blumen und Dekoration eingebettet und geschmückt werden kann, ohne dass man die Urne vor dem Ablassen erst aus diesem Schmuck herausnehmen, oder die außen liegenden Kordel umlegen muss. Was bei aufwändiger Dekoration bei allen 3 Varianten der Fall ist.
  • Das der Bestatter, Gemeinde-Mitarbeiter oder Angehörige nicht erst noch die Kordeln ausrichten/vermitteln, bzw. die Urne in ein Netz stecken muss, sondern diese direkt aufnehmen kann.
  • Das die Urne bis zum Schluss, ein ästhetisches und respektvolles Gesamtbild behält und pietätvoll abgelassen werden kann.


Um das seitlich unvorteilhafte ausziehen an Ringen/Knöpfen, bei größerem Blumenschmuck zu umgehen, wurde der Kordelausgang nach oben gelegt, die Kordelauszüge aus demselben Holz gefertigt und in den Deckel integriert. Auf diese Weise entsteht ein elegantes Gesamtbild. Die Holzurne muss nicht von Hand aus dem Schmuck gehoben und präpariert werden, sondern wird direkt an den Ablasskordeln angehoben und beigesetzt. Da beide Seiten eine feste, gleiche Länge haben, muss weder ausgemittelt, ausgerichtet, oder gar die Urne unschön in ein Netz gesetzt werden.

Zudem ist bei kleineren Ausgrabungen, wie z.B. in vielen Bestattungswälder, ein seitliches verfangen der Kordeln, mit Wurzeln und Steinen, nahezu ausgeschlossen.


Ablasskordeln | Holzurnen | Markus HauerKordeln eingelassen und nicht sichtbar



Ablasskordeln | Holzurnen | Markus HauerAuszug im Moment der Beisetzung


*Ablass-System ist rechtlich geschützt: Deutsches Patent und Markenamt Nr. 20 2022 106 628

 

Weitere Details zur Urne finden Sie auch unter: Holzurne, Aschesäckchen, Gedenkkerze und Urnen Fertigung